Streichung des Essengeldzuschusses im Ausschuss fraktionsübergreifend abgelehnt

In der Ratssitzung, am kommenden Mittwoch, soll im Rahmen der Beschlussfassung des Haushaltes 2010 über den Essengeldzuschuss für das Mittagessen von Schülerinnen und Schülern von 50 Cent pro Portion abgestimmt werden.

Nach dem bereits zu Beginn des Jahres erfolglos versucht wurde, den Zuschuss zum Essengeld für Kindertageseinrichtungen zu streichen, was damals einmütig von allen Stadträten abgelehnt wurde, will nun der Oberbürgermeister versuchen den Essengeldzuschuss, mit Änderung der Gebührensatzung für Erfurter Schüler zu streichen.

Der Ausschuss Bildung und Sport tagte am vergangenen Dienstag, unter Einbeziehung der Kreiselternsprecher, zu der Thematik. Die Kreiselternsprecher positionierten sich klar und deutlich, dass nicht nur Bedürftige, sondern alle Schülerinnen und Schüler den Zuschuss erhalten sollen. Alle Abgeordneten stimmten einmütig und fraktionsübergreifend gegen die Streichung des Zuschusses von 50 Cent pro Portion. Dazu erklärte der familienpolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Erfurter Stadtrat Michael Panse:

“Wir begrüßen den Standpunkt der Kreiselternsprecher ausdrücklich. Bereits im März als die Drucksache zur Haushaltskonsolidierung vorlag, hat sich die CDU Stadtratsfraktion vehement gegen die Sparmaßnahmen zu Lasten der Eltern und Kinder ausgesprochen. Ich werde in der Ratssitzung sehr aufmerksam beobachten, ob die anderen Fraktionen Ihr Wort halten oder ob im Ausschuss nur “Sonntagsreden” gehalten wurden”.

Die CDU-Stadtratsfraktion wird die Vorlage ablehnen. Dies soll ein deutliches Signal an Familien mit mehreren Kindern und an Alleinerziehende sein, die zwar nicht unter die Sozialbedürftigkeit fallen, aber trotzdem über eine finanzielle Entlastung froh sind.

“Eine Sanierung des Haushaltes auf dem Rücken der Eltern ist mit uns nicht zu machen!, so Panse abschließend”.

Fehlendes Konzept zur Betreibung der Gedenkstätte in der ehemaligen Stasi-Untersuchungshaftanstalt

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU Fraktion im Erfurer Stadtrat Michael Panse bemängelt das fehlende Gedenkstättenkonzept sowohl für die geplante Dauerausstellung, als auch die Gedenkstättenarbeit im ehemaligen Stasi-Knast. Er erläutert dazu:

„In der ehemaligen Stasi-Untersuchungshaftanstalt in der Andreasstraße beginnen derzeit die Umbauarbeiten zur zukünftigen Gedenkstätte. Das Land hat hierfür zwar in einem erheblichen Umfang Fördermittel zur Verfügung gestellt, aber seine notwendigen Hausaufgaben nicht erledigt. In der Gedenkstätte soll unter anderem künftig auch eine Dauerausstellung ihren Platz finden. Ein klares Konzept für die Betreibung der Gedenkstätte ist derzeit allerdings noch nicht vorhanden.

Durch das zuständige Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur (TMBWK) wurden die Stiftungsgremien, in denen auch die Stadt Erfurt zumindest mit beratender Stimme vertreten sein soll, noch nicht einmal einberufen, geschweige denn über die inhaltliche Arbeit beraten. Da aber bereits ein Baukonzept umgesetzt wird, droht eine Beeinträchtigung der künftigen Gedenkstättenarbeit.“

Stadtrat Panse will nun mit einer Anfrage in der nächsten Stadtratssitzung in Erfahrung bringen, welche Aktivitäten die Stadt Erfurt entwickeln wird, um die Erstellung des Gedenkstättenkonzepts voran zu bringen. Dazu erläutert er abschließend:

„Der Erfurter Stadtrat hat sich mehrfach für die Gedenkstätte in der Andreasstraße ausgesprochen und mit den Beratungen im Bauausschuss den Weg für die bauliche Umgestaltung frei gemacht. Jetzt müssen wir gemeinsam darauf drängen, dass auch ein inhaltliches Konzept zügig vorgelegt wird. Oberbürgermeister Andreas Bausewein soll sich dazu gegenüber dem TMBWK deutlich positionieren.“

Verkehrsminister Carius diskutiert Verkehrskreuz Erfurt

Der Thüringer Minister für Bau, Landesentwicklung und Verkehr Christian Carius ist am Dienstag, dem 11. Mai 2010 ab 19 Uhr in der Gaststätte „Zum Andreasturm“ in der Andreasstraße 15 Gesprächspartner beim CDU Ortsverband „Am Petersberg“. Die Entwicklung des Verkehrskreuzes Erfurt soll dabei gemeinsam mit Kommunalpolitikern und interessierten Erfurterinnen und Erfurtern diskutiert werden.

In den letzten Jahren hat sich die Verkehrsinfrastruktur in und um Erfurt deutlich verändert. Der umfangreiche Ausbau des ÖPNV mit neuen Streckenführungen und Linien, die Autobahnumfahrung, der Ausbau des Hauptbahnhofs zum modernen ICE-Bahnhof mit bester Verkehrsanbindung sowie die Flughafenerweiterung sind Beispiele für eine gelungene Entwicklung.

Ortsverbandsvorsitzender und Stadtrat Michael Panse erläuterte im Vorfeld der Gesprächsrunde mit Minister Carius auch die Erwartungshaltung an weitere Projekte:

„Der Netzschluss der Autobahn A71 und die Fertigstellung der ICE-Trasse Leipzig-Erfurt-Nürnberg wird erhebliche positive Auswirkungen auf die Verkehrsflüsse in und um Erfurt haben. Daneben sind wir als mitteldeutscher Verkehrsknotenpunkt auch daran interessiert, dass sich der Erfurter Flughafen weiter entwickelt. Nicht zuletzt wollen wir aber an diesem Abend mit Minister Carius auch über den Straßenzustand in Thüringen nach dem frostreichen Winter sprechen.“

 

Besuch des Seniorenzentrums „Andreashof“

Diskussion zur modernen Pflege

Der CDU Ortsverband „Am Petersberg“ und die Senioren Union Erfurt laden interessierte Erfurterinnen und Erfurter zu einer Besichtigung des neuentstehenden Seniorenzentrums „Andreashof“ ein. In der Andreasstraße steht das neue Seniorenzentrum kurz vor der Fertigstellung und bevor die ersten Bewohner einziehen kann gemeinsam mit der Projektleiterin Claudia Rühlemann ein Blick hinter die Kulissen geworfen werden.

Treffpunkt dazu ist am

Mittwoch, dem 21. April um 18.00 Uhr am Seniorenzentrum (Eingang Große Ackerhofgasse).

Der CDU Ortsverbandsvorsitzende und Stadtrat Michael Panse ist zufrieden, dass damit ein weiterer Mosaikstein der modernen und vielfältigen Pflegelandschaft in Erfurt hinzugefügt wird und zugleich ein langjähriger städtebaulicher Mißstand in der Andreasstraße beseitigt wird. Insbesondere Pflegeplätze im Innenstadtbereich werden nach seiner Auffassung von älteren Menschen und Angehörigen immer stärker nachgefragt, weil sie so Teilhabe am gesellschaftlichen Leben mit moderner Pflege verbinden können.

Auf dem Gelände entsteht darüber hinaus noch eine Kindertageseinrichtung und verschiedene Formen des altersgerechten und betreuten Wohnens. Die Diakoniestiftung Weimar Bad Lobenstein, als Träger dieser Einrichtungen hat ein Konzept entwickt hierbei viele Synergieffekte zu nutzen. Dieses interessante Konzept soll im Anschluß mit Frau Rühlemann in der Gaststätte „Andreasturm“ diskutiert werden. Heidrun Schönfeld, Leiterin der Diskonischen Pflegeeinrichtung in Waltershausen wird dabei über „Anforderungen an die moderne Pflege und Demenz im Alter“ sprechen und mit dem Publikum diskutieren.

Ehrenamtspreis 2010

Jubiläum: 10. Verleihung des Ehrenamtspreises der CDU Erfurt

„In diesem Jahr freuen wir uns über ein schönes Jubiläum. Wir werden zum 10. Mal den Ehrenamtspreis verleihen. Damit wollen wir ein Zeichen setzen, welche Wertschätzung und Aufmerksamkeit wir couragierten Mitmenschen zuteilwerden lassen“, sagt die Vorsitzende der CDU Erfurt Marion Walsmann.

„Viele Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt engagieren sich ehrenamtlich in Vereinen, Institutionen, Kirchgemeinden oder Nachbarschaftshilfen. Durchschnittlich widmen sie mehr als 5 Stunden wöchentlich ihrer Freizeit dem Ehrenamt.

Ehrenamt bedeutet persönliches Engagement und eine Zeitspende für ein lebenswertes und gutes Miteinander. Diese Vielfalt und Intensität ist bewundernswert für das Zusammenleben in unserer Stadt“, so Marion Walsmann.

Deshalb möchte die CDU Erfurt freiwillig aktiven Menschen danken sowie Beispiele für Engagement vorstellen. Zugleich ist diese öffentliche Würdigung ein politisches Bekenntnis zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements. Wir suchen den Dialog mit allen, die in dieser Form ihren Beitrag für unsere freiheitliche Gesellschaft leisten. Dies entspricht unserer christlich-demokratischen Idee einer Bürgergesellschaft.

Wir bitten um Mithilfe, wer aus Ihrer Familie, Ihrem Verein oder Bekannten- und Freundeskreis für den Ehrenamtspreis in Frage kommt.

Senden Sie Ihre Vorschläge: bis zum 10. Mai, in den Kategorien Soziales, Kultur und Sport, an die Geschäftsstelle der CDU Erfurt, Wenigemarkt 17, 99084 Erfurt, Tel. oder Fax 0361 6442644 oder an info@cdu-erfurt.de

Weitere Informationen und das Formular unter: http://www.cdu-erfurt.de/download?dir=surftip&file=antrag_ehrenamtspreis_2010.pdf

Dreister Griff in die Taschen der Eltern

Im nächsten Stadtrat will die Stadtverwaltung den Essengeldzuschuss für das Mittagessen von 50 Cent pro Portion kürzen. Nach dem bereits zu Beginn des Jahres erfolglos versucht wurde den Zuschuss zum Essengeld für Kindertageseinrichtungen zu streichen, was damals einmütig von allen Stadträten abgelehnt wurde, will nun die Stadt in die Taschen der Eltern von Schülerinnen und Schülern greifen.

Bisher galt der Stadtratsbeschluss zur Drucksache 087/05 aus dem Jahre 2005, der die Tarifordnung zur Beteiligung der Eltern an den Aufwendungen der Schülerspeisung befürwortet. Im §5 wird der Zuschuss zur Schülerspeisung von 0,50 Euro pro Portion als freiwillige Aufgabe der Stadt festgelegt.

In der vorliegenden Drucksache für den nächsten Stadtrat im März heißt es, dass im Rahmen der Haushaltskonsolidierung zum Haushalt 2010 und der Prüfung aller freiwilligen Aufgaben der Zuschuss durch die der Stadt nun entfallen soll. Entsprechender § 5, Abs.1, Satz 1 soll eine neue Fassung erhalten: “Die Höhe des Elternanteils an der Mittagsversorgung entspricht dem Portionspreis des jeweiligen Essensanbieters.”

Was hier harmlos klingt, ist beim genaueren Hinsehen eine Ignoranz gegenüber einer eindeutigen Positionierung des Stadtrates. Noch am 27. Januar hat der Rat ohne Gegenstimme beschlossen, den Essengeldzuschuss für die Kindergärten in freier Trägerschaft von 50 Cent weiterhin zu gewähren.

Michael Panse, Familienpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion findet deutliche Worte: “Oberbürgermeister Bausewein und Beigeordnete Thierbach greifen den Eltern dreist in die Tasche. Erneut wird offenkundig, dass Familienfreundlichkeit nicht auf der Agenda der Stadtverwaltung steht!

Was hier gern als Familienfreundlichkeit öffentlich zu Schau getragen wird, entspricht längst nicht mehr dem Handeln der Stadtverwaltung. Die Auswahl der Kürzungen erscheint willkürlich. Die CDU-Stadtratsfraktion wird der Vorlage nicht zustimmen. Denn eine Sanierung des Haushaltes auf dem Rücken der Eltern ist mit uns nicht zu machen!”

 

V.i.S.d.P. Julia Riehm

Fraktionsreferentin

Kindertagespflege stärken

Mit Blick auf die Entwicklungen im Bereich der Kinderbetreuung für die unter Dreijährigen appelliert der familienpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion eindringlich an die Stadtverwaltung und das Jugendamt. “Wir müssen dringend die Situation der Tagespflegemütter und -väter verbessern , wenn wir die Betreuung für unsere Kleinsten sicherstellen und jungen Familien unterstützen wollen.”

Tagespflege ist laut dem Thüringer Kindertagesstättengesetz der Kinderkrippe gleichgestellt. In kleinen Gruppen von bis zu fünf Kindern sorgen sich die Tagesmütter und -väter um Ihre Schützlinge. Auch der Thüringer Bildungsplan wird hierbei umgesetzt. Diese mit der Kinderkrippe vergleichbare Betreuung lässt sich jedoch an der Bezahlung und Finanzierung nicht ablesen. So bleibt bei vielen Tagesmüttern und -vätern nach Abzug Ihrer Betriebskosten kaum etwas übrig. Vor allem dann, wenn Sie ab einem bestimmten Einkommen verpflichtet sind, Steuern zu zahlen.

“Die CDU-Fraktion hat sich im Stadtrat im Dezember deshalb entschieden gegen die Kürzungen der Vergütung für die Kindertagespflege und weitere Einsparungen im Jugendhilfebereich ausgesprochen.”

Die Stadt Erfurt hatte bisher für die Tagespflege eine etwas höhere Vergütung gezahlt, als sie gemäß Beschluss des Landesjugendhilfeausschusses verpflichtet ist. “Nun will Andreas Bausewein seine “soziale Wohltat” wieder einkassieren.”, meint Michael Panse. Doch gerade das ist der falsche Weg. Denn viele Tagespflegemütter und -väter geben auf.

Mit dem neuen Thüringer Kita-Gesetz, was zur Zeit in der Koalition verhandelt wird, wird ein Rechtsanspruch auf Betreuung für Kinder ab einem Jahr verbindlich festgesetzt. “Auf diese individuellen Betreuungsangebote kann und sollte die Stadt Erfurt somit nicht verzichten, zumal Krippenplätze hier ohnehin Mangelware sind.

Frau Thierbach trägt hierbei besondere Verantwortung. Sie muss sicherstellen, dass für die Erfurter Kinder ausreichend Betreuungsplätze zur Verfügung stehen. Es braucht nicht viel Weitblick, um zu verstehen, dass eine kurzfristige Einsparung durch Kürzung der Vergütungen für die Kindertagespflege, die Stadt und Ihre Familien am Ende teuer zu stehen kommt.

“Wir müssen überlegen, wie wir mehr Tagespflegeplätze schaffen können. Denn ein Tagespflegeplatz kostet deutlich weniger als ein Krippenplatz. Aber Tagespflege muss sich lohnen und so war es fahrlässig, die Vergütung weiter zu reduzieren.

Nicht zuletzt beschneidet das Jugendamt mit der Benachteiligung der Tagespflege die Freiheit der Eltern, selbst über die für die passende Betreuungsmöglichkeit für ihr Kind zu entscheiden.”, so Michael Panse.

Die Uni “brennt” – CDU-Fraktion warnt vor Dramatisierung und Schlechtreden der Erfurter Uni

Uni Erfurt
Uni Erfurt

 

In diesen Tagen werden Stimmen nach besseren Studienbedingungen laut: keine Gebühren oder Beiträge, keine überfüllten Hörsäle oder Seminare, keine vollgepackten Module oder Studienpläne.

Dazu äußert sich Michael Panse, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Stadtratsfraktion:

 

“Erfurt gehört zu den ältesten Universitätsstädten Deutschlands. Die Universität, der Campus, aber auch die Studierenden, die Dozenten und die über 500 Mitarbeiter in der Verwaltung sind fester Teil des Stadtbildes und des städtischen Geschehens. Die Probleme und Sorgen der Studentinnen und Studenten in unserer Stadt sind ernst zu nehmen. Dennoch: Erstens sind nicht sämtliche Probleme anderer Länder wie Niedersachsen auf Thüringen und Erfurt übertragbar. Wir sollten deshalb auch nicht den Eindruck erwecken, die Universität Erfurt befinde sich in einem dramatischen Zustand.

Und zweitens sind die Rahmenbedingungen des Studierens in Thüringen durchaus attraktiv. Zu den besonderen Vorteilen und Errungenschaften zähle ich zum Beispiel das Semesterticket, mit welchem unsere Studierenden zu wirklich günstigen Konditionen durch ganz Thüringen mit Bus und Bahn reisen können. Darüber hinaus haben sich CDU und SPD in ihrer Koalitionsvereinbarung geeinigt, dass es in Thüringen weiterhin keine Studiengebühren gibt und dass nun der Verwaltungskostenbeitrag abgeschafft werden kann. Thüringen hat die viertbeste Betreuungsrelation deutschlandweit, einen überdurchschnittlichen hohen Anteil an weiblichen Studierenden und eine vergleichsweise geringe Abwanderungsquote unter den Absolventen.

 

Wir haben auch – abgesehen von einer jährlichen Investitionssteigerung für Sachmittel – mit der Rahmenvereinbarung II insgesamt sehr viel Flexibilität in die Haushalte der Hochschulen gebracht. Nun liegt die Verantwortung ein Stück weit auch bei der Universitätsleitung Erfurt, im Rahmen dieser finanziellen Gestaltungsfreiheit und der gestärkten Selbstverwaltung etwaigen Problemen im Organisationsablauf oder bei der Ausgestaltung der Studiengänge abzuhelfen. Mit Befremden registriert die CDU, dass nunmehr selbst Dozenten den Streik zum Anlass nehmen, um Vorlesungen abzusagen.

 

Thüringen verzeichnet seit 2005 einen kontinuierlichen Anstieg der Studienanfänger: Immer mehr junge Menschen kommen auch nach Erfurt, um an der hiesigen Universität zu studieren. Weil die Bedingungen hier gut sind. Wir sollten dieses Bild nicht verzerren. Kritik, ob organisatorisch oder an der Umsetzung der Bologna-Vorgaben, kann in die hochschulpolitischen Gremien eingebracht werden. Dort haben die Studierenden die Chance, ihrer Stimme entsprechendes Gewicht zu verleihen und Entscheidungen zu beeinflussen. Krawalle und lautstarke Rufe nach Revolutionen verzerren nur das Bild einer funktionierenden Universität Erfurt. Und es schadet dem Image mehr als es nützlich ist.“

 

Darüber hinaus erinnerte Michael Panse, der für die CDU-Fraktion Mitglied des Ausschusses „Bildung und Sport“ ist, daran, dass auch die kommunale Verantwort gefragt sei.

Im März 2009 hat der Stadtrat auf Antrag der CDU beschlossen einen Hochschul- und Studentenrat zu etablieren. Ein Verweisungs- und Verzögerungsantrag der Linken wurde vom Stadtrat mit großer Mehrheit abgelehnt. Die damalige Antragsbegründung der CDU: „Mit der Etablierung eines Hochschul- und Studentenbeirates sollen die Interessen der Hochschulen im Allgemeinen und die der Studierenden besser berücksichtigt und in die Entscheidungen der Stadt einbezogen werden.“ ist heute aktueller den je zuvor.

 

Zur Stadtratssitzung im Dezember 2009 legt nun die Stadtverwaltung den Satzungsentwurf “Kommunaler Hochschul- und Studierendenbeirat” endlich dem Stadtrat zur Beschlussfassung vor. Die CDU-Fraktion kritisiert, dass es derzeit keine klaren Ansprechpartner bei der Stadt für die Belange von Studierenden gibt.

 

„Es reicht nicht aus, wenn OB Bausewein regelmäßig für mehr Attraktivität der Universität wirbt, aber nichts dafür tut.“ so Panse abschließend.

Staub von den Schultern geklopft

CDU-Ortsverband Petersberg wählte neuen Vorstand 

Wahl OV Petersberg (1)
Neuer Ortsvorstand "Am Petersberg"

Der mitgliederstärkste Ortsverband der CDU Erfurt hat einen neuen Vorstand gewählt. Einstimmig wiedergewählt wurde der Vorsitzende Michael Panse. Panse, der gleichzeitig stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU im Erfurter Stadtrat ist, setzt zukünftig vor allem auf mehr Bürgernähe: „Die CDU hat nicht nur bei den Landtags-, sondern auch bei den Stadtratswahlen erheblich Stimmen eingebüßt. Ein „Weiter so’“ wird es also auch auf kommunaler Ebene nicht geben. Die vergangenen Wochen haben wir genutzt, uns den Staub von den Schultern zu klopfen und ein Konzept für mehr Bürgernähe zu entwickeln.“ Geplant seien in diesem Zusammenhang unter anderem so genannte „Stadtgespräche“ – Veranstaltungsreihen, die sich interessierten Erfurterinnen und Erfurtern öffnen sollen. Auch werde es zukünftig regelmäßig einmal im Monat Infostände in der Erfurter Innenstadt und den Austausch mit Sport-, Musik-, Sozial- und kulturellen Vereinen der Stadt geben.

 

Unterstützt wird Panse bei allen Vorhaben von seinen beiden Stellvertretern Ute Karger und dem Vorsitzenden der Jungen Union Erfurt, Peter Forelle. Komplettiert wird der Vorstand von Magda Barczyk, Jana Hofmann, Helmut Panser, Sabine Volquardsen, Peter Busch und Andy Kaiser.

 

Dem mitgliederstärksten Erfurter Ortsverband gehören mit 195 Mitgliedern knapp ein Viertel der 836 Erfurter CDU-Mitglieder, unter anderem auch die Bundestagsabgeordnete Antje Tillmann und der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Rathaus, Thomas Pfistner, an. Michael Panse führt den Ortsverband als Vorsitzender seit 11 Jahren. Der Innenstadtortsverband „Am Petersberg“ beeindruckte in der Vergangenheit durch seine monatlichen Gesprächsrunden zu brisanten Themen, bei denen immer wieder Minister der Landesregierung, Alt-Ministerpräsidenten Bernhard Vogel und Dieter Althaus sowie die amtierende Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht zu Gast waren.

Thüringer Union pilgert nach Israel

israel
Deutsch-Israelische Partnerschaft

Die Thüringer Union unternimmt vom 10. bis zum 17. Oktober 2009 mit ihren Mitgliedern und Sympathisanten eine Pilgerreise nach Israel. Unter den 63 Teilnehmern sind die CDU-Bundestagsabgeordnete Antje Tillmann, der ehemalige Europaabgeordnete Rolf Berend und weitere aktuelle und ehemalige Landtagsabgeordnete und Bürgermeister. Der CDU-Politiker Michael Panse leitet die Reise ins Heilige Land.

Auf ihrer Pilgerreise wird die Thüringer Union u.a. den  Chefunterhändler für die israelisch- palästinensischen Verhandlungen, Dr. Sael Erekat, in Ramallah treffen. In der Knesset sprechen die Thüringer mit dem Kadima-Abgeordneten Jacob Edery. Er ist ehemaliger Minister und jetziger Vorsitzender der israelisch-deutschen Parlamentarier-Gruppe. Außerdem besuchen die Pilgerreisenden u.a. die Universität Bethlehem und legen einen Kranz an der Gedenkstätte Rabin in Tel Aviv nieder.

„Unsere Identität in Thüringen ist ganz vielfältig mit der jüdischen Kultur verbunden. In Erfurt wurde eine der ältesten erhaltenen Synagogen Mitteldeutschlands und fast gleichzeitig ein Goldschatz gefunden, der zeigt, wie stark das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben in Erfurt vom jüdischen Leben geprägt war. Auf unserer Pilgerreise begeben wir uns auf die Spuren unserer Geschichte und wollen die Partnerschaft zwischen Thüringen und Israel bereichern“, sagte Michael Panse. Der CDU-Politiker erinnerte an die zahlreichen Schulpartnerschaften und Jugendbegegnungen, an den Austausch von Wissenschaftlern und Wirtschaftsexperten zwischen Thüringen und Israel sowie an die Zeitzeugengespräche.

„Dennoch haben wir noch Nachholbedarf. Denn die Anfänge unserer Beziehungen liegen erst knapp zwei Jahrzehnte zurück. Es gab in der DDR weder diplomatische Beziehungen noch offizielle Partnerschaften und Kooperationen mit Israel. Insbesondere die jungen Menschen sollten die Chance der Begegnung nutzen. Dazu möchten die CDU Thüringen weiterhin ihren Beitrag leisten“, so Panse. Für die Thüringer Union hat der Austausch mit Israel einen wichtigen Stellenwert. Michael Panse organisiert bereits seit 1992 Delegationsreisen dorthin.

Die Reise nach Israel knüpft an die erfolgreichen  Pilgerreisen 2006 nach Rom und 2008 nach Paris an. Der damalige CDU-Generalsekretär und heutige Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Mike Mohring, hatte die Pilgerreisen im Rahmen der Erarbeitung des Grundsatzprogrammes „Was uns verbindet.“ der CDU Thüringen ins Leben gerufen.