Zukunft des Dreienbrunnenbades bleibt ungewiss

Kritisch gegenüber dem Beschluss zur Fortschreibung des Bäderkonzeptes und damit zum Dreienbrunnenbad in der Stadtratssitzung am 27. April 2016 äußerten sich CDU-Fraktionschef Michael Panse und die wirtschaftspolitische Sprecherin Marion Walsmann. In der Endabstimmung beschloss die Kooperation aus SPD, Linken und Grünen den eigenen Änderungsantrag, der aber offen lässt, ob das Dreienbrunnenbad tatsächlich erhalten bleibt. Der Änderungsantrag der CDU-Fraktion, der den eindeutigen Erhalt des traditionsreichen Bades vorsah, fiel rot-rot-grüner Taktik zum Opfer und wurde abgelehnt. Zuvor demonstrierten der Förderverein und viele Erfurter Bürger mit prominenter Unterstützung, z.B. durch den Musiker Clueso, für den Erhalt des Dreienbrunnenbades auf dem Fischmarkt. Walsmann kommentierte den Titel der Verwaltungsvorlage folgendermaßen: „Bei einer Fortschreibung geht ein ‚Mehr‘ immer, jedoch nicht weniger! Anderenfalls müsste es ‚Rückschreibung‘ heißen.“ Sie verwies in der Stadtratssitzung am 27. April auf den bestehenden Beschluss des Stadtrates vor fünf Jahren. Dieser sieht ganz klar die dauerhafte Betreibung des Bades vor, nicht jedoch dessen Schließung oder eine Umwidmung in eine Flussbadeschleife. Dem rot-rot-grünen Vorwurf der Rückwärtsgewandtheit entgegnete die Stadträtin: „Die Umsetzung bestehender Beschlüsse ist Ausdruck von Verantwortungsbewusstsein. Alles andere wäre unredlich. Beschlüsse kann man aufheben, aber nicht negieren. Zudem haben sie Bestand.“ Walsmann zeigte sich außerdem über die mangelhafte Bürgerbeteiligung verärgert: „Man hätte fünf Jahre Zeit gehabt, um die Bürger und den Förderverein einzubeziehen. Stattdessen lässt man den Stadtrat erst eine Vorlage beschließen und legt den Bürgern dann den Beschluss vor, wie einem Hund den Knochen.“ Fraktionschef Panse zeigte sich ebenfalls befremdet: „Rot-Rot-Grün offenbart sich einmal mehr als Widerspruch in sich und ihre Ankündigungen als bloße Lippenbekenntnisse. Die Versprechungen einiger rot-rot-grüner Vertreter zuvor bei der Demo auf dem Fischmarkt wurden durch den Beschluss wieder aufgeweicht. Rot-Rot-Grün konnte sich mehrheitlich nicht zu einem ‚dauerhaften Erhalt des Dreienbrunnenbades als Familienbad‘ durchringen. Die taktische Ablehnung des CDU-Antrages mit seiner deutlichen Formulierung macht misstrauisch.“ Die CDU-Fraktion wird sich weiterhin für den Erhalt des Bades einsetzen und die Bürger und den Förderverein unterstützen.

Beanstandungsorgie im Stadtrat

Verhandlungsgrundlage...
Verhandlungsgrundlage…
Inzwischen macht es durchaus Sinn, das Erfurter Rathaus nur noch mit der Thüringer Kommunalordnung (ThürKO) bzw. den diversen Kommentierungen und Auslegungen in Buchform zu betreten. Die Stadtratsarbeit ist leider auch in dieser Woche eher von Formalien und Geschäftsordnungsstreit, als von inhaltlicher Arbeit geprägt. Wie bereits bei der letzten Stadtratssitzung Anfang April geht der beanstandungspolitische Irrsinn im Rathaus heute Abend munter weiter. Gleich 9 Stadtratsbeschlüsse beabsichtigt der Oberbürgermeister zu beanstanden. Neben den bereits bekannten Themen bei denen er den Stadtrat für unzuständig hält (Ladenöffnung 1. Mai, Unterbringung von Flüchtlingen, Schulinvestitionen, Ausstellung Begrüßungsgeld, Sozialticket, ADFC) sind noch drei weitere hinzu gekommen. Der Beschluss zum Jahresabschluss der KoWo dürfte dabei die größte Brisanz haben. Für die CDU-Stadtratsfraktion werde ich heute Abend erläutern, warum wir es für einen klaren Verstoß gegen unsere Geschäftsordnung halten, dass dieser, bereits Anfang April mehrheitlich abgelehnte Beschluss, wortgleich wieder auf die Tagesordnung gesetzt wurde. Der Oberbürgermeister begründet dies mit einer (nun nachgeschobenen) Beanstandung des damaligen Nichtbeschlusses. Allerdings gibt es bis jetzt weder das Protokoll der Sitzung vom 6.4.2016, noch eine Drucksache mit einer Beanstandung. Ich habe keinen Zweifel, dass der sanfte Druck bzw. die Disziplinierung auf die SPD-Fraktion Wirkung zeigen wird und die beim letzten mal fehlenden drei Genossen dieses Mal da sein werden. Ob sich aber auch die Linken zu einem eigentlich ungewollten Beschluss nötigen lassen, werden wir bei der Abstimmung erleben. In jedem Fall wird dies wohl ein Thema für die Kommunalaufsicht, das Landesverwaltungsamt, werden. Vorsorglich, damit es nicht langweilig wird,  hat der Oberbürgermeister schon einmal die nächsten zwei Baustellen “aufgerissen”. Zum Antrag linken Antrag Information des Stadtrates zum Krankenstand in der Stadtverwaltung und dem Antrag der SPD Kultur und Soziokultur auf städtischen Flächen kündigte er mögliche Beanstandungen an. Wenn er dann konsequent bleibt, müsste dies auch den grünen Antrag zur Kulturförderung treffen. Zur Zeit zeigt der Oberbürgermeister mit seiner Stadtverwaltung eine merkwürdige Begabung nahezu alle Fraktionen zu verärgern. Die eigentlich dringen notwendigen kommunalpolitischen Entscheidungen kommen dabei unter die Räder. Ein Haushalt ist weit und breit nicht in Sicht. Während andere Städte ihren Haushalt in diesen Tagen beschließen hat Erfurt noch nicht einmal einen Entwurf. Im Gegenteil – von einem ausgeglichenen Entwurf entfernt sich die Stadt. Im Hauptausschuss verkündeten der Oberbürgermeister und seine Sozialbürgermeisterin gestern, dass ab sofort das Sozialticket wieder bezahlt würde. Das Landesverwaltungsamt habe es der Pleite-Stadtverwaltung “erlaubt” diese freiwillige Leistung auch im Rahmen der vorläufigen Haushaltsführung fortzusetzen. Das Motto im Erfurter Rathaus ist augenscheinlich “lasst uns das Geld schnell ausgeben, bevor es alle ist”.

Beschluss zur KoWo offenbart dilettantisches Verwaltungshandeln

Erneute Kritik äußert CDU-Fraktionschef Michael Panse gegenüber dem Handeln der Stadtverwaltung hinsichtlich des Stadtratsbeschlusses zur KoWo. Die Drucksache wurde in der letzten Stadtratssitzung mehrheitlich abgelehnt, weil insbesondere über die Gewinnabführungen aus der KoWo in den städtischen Haushalt Uneinigkeit bestand. Die CDU ist gegen dieses Abführung. Trotz Stadtratsbeschluss wollte die Verwaltung dieselbe Drucksache erneut im Stadtrat zur Abstimmung stellen. Dies widerspricht nach Auffassung der CDU-Fraktion der Geschäftsordnung des Stadtrates, nach der eine solche Drucksache erst ein Jahr später vom Antragsteller erneut eingereicht werden kann. Darauf machte die CDU-Fraktion vergangene Woche bereits aufmerksam. Der Verwaltung fiel deshalb erst zwei Tage vor der Ratssitzung auf, dass das erneute Einbringen einer bereits beschlossenen Drucksache nur mit einer Beanstandung des Beschlusses möglich wäre. Der Oberbürgermeister kündigt daher in einem Schreiben an die Fraktionen an, den „nicht gefassten“ Beschluss beanstanden zu wollen. Er ist der Auffassung, dass der Ermessensspielraum des Stadtrates bei Null läge und der Stadtrat in jedem Fall dem ursprünglichen Beschlussvorschlag zustimmen müsse. Panse erklärt zu dieser Beanstandung: „Es widerspricht unserem demokratischen Grundverständnis, dass der Stadtrat quasi zu Entscheidungen gezwungen wird. Nun will der Oberbürgermeister den Stadtrat offenbar genau jedoch in dieser Weise nötigen, um das dilettantische Verwaltungshandeln zu kaschieren bzw. um sich Mehrheiten zu beschaffen, die er auf Grund von Streitigkeiten bei Rot-Rot-Grün in der letzten Stadtratssitzung nicht hatte.“ Die CDU-Fraktion kritisiert das Handeln der Verwaltung hinsichtlich des KoWo-Beschlusses. Sollte es in der Stadtratssitzung zu einer Abstimmung und einem erneuten Beschluss kommen, sieht die CDU-Fraktion die dringende Notwendigkeit, den gesamten Vorgang rechtlich durch das Landesverwaltungsamt prüfen zu lassen.

Zügige Klärung zu den Verträgen mit Tagespflegemüttern gefordert

In der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 14. April 2016 wurde auf Antrag der CDU-Fraktion erneut über das Thema „Tagesmütter“ diskutiert und von der Verwaltung über den aktuellen Stand informiert. Laut einer Verwaltungsvorschrift des zuständigen Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport (vgl. Thüringer Staatsanzeiger, Ausgabe 51/2015, 371), die ab dem 1. April 2016 gilt, müssen die Kommunen neue Verträge mit den Tagespflegemüttern abschließen. Die Ankündigung dieser neuen Verträge und ein erster Entwurf des Erfurter Jugendamtes sorgten zu Beginn des Jahres für große Unruhe bei den Tagespflegemüttern. Bis Ende März sollte der Jugendhilfeausschuss über die abzuschließenden neuen Verträge informiert werden. Der Vertragsentwurf wurde nach einer Gesprächsrunde mit den Erfurter Tagespflegemüttern von der Verwaltung überarbeitet, allerdings dem Jugendhilfeausschuss noch nicht vorgelegt. CDU-Fraktionschef Michael Panse wies darauf hin, dass es offene Fragen sowohl bei den Stadträten, als auch bei den Tagesmüttern selbst gibt, beispielsweise hinsichtlich der Urlaubs- oder Krankheitsregelungen. Die Bürgermeisterin und Sozialbeigeordnete Thierbach hat in der Vergangenheit erklärt, die Bedingungen für die Tagesmütter würden sich nicht verschlechtern. Dennoch haben zum jetzigen Zeitpunkt nach Aussage des Jugendamtes erst 30 der rund 70 Tagespflegemütter den Vertrag unterzeichnet. Offensichtlich bestehen noch Unsicherheiten und Klärungsbedarf oder sie wurden nicht ausreichend durch die Verwaltung über die Vertragsinhalte informiert. Das Jugendamt geht davon aus, dass bis zur gesetzten Frist am Monatsende noch weitere Tagespflegemütter den Vertragsentwurf unterzeichnen, droht aber anderenfalls schon vorsorglich mit der Kündigung der noch bestehenden Verträge. CDU-Fraktionschef Michael Panse erklärt dazu: „In Erfurt sind die bei Tagesmüttern betreuten Kindern in den letzten fünf Jahren um knapp 100 auf 316 Kinder gestiegen. Falls nun mit einzelnen Tagespflegemüttern kein neuer Vertrag zustande kommen kann und die Stadt einzelne Verträge aufkündigt, würde das bereits bestehende Betreuungsproblem in Kitas noch verstärkt werden. Mit dem Wegfall der Plätze müsste die Stadt den rechtlichen Anspruch auf einen Betreuungsplatz gewährleisten. Die CDU findet es bedauerlich, dass sich das Verfahren zur einvernehmlichen Lösung so lange hinzieht, und hat für den nächsten Jugendhilfeausschuss beantragt, dieses Thema unter Beteiligung der Tagesmütter auf die Tagesordnung zu setzen. Wenn die Verwaltung in dem Bereich nicht schnell zu einer Lösung kommt, werden die Kinder und Eltern dieses wochenlange Gezerre ausbaden müssen.“

Ratlosigkeit nach der Ablehnung des Jahresabschlusses der KoWo

Karte gezeigt...
Karte gezeigt…
Ganz große Superstrategen bei Rot-Rot-Grün! Beim Thema Gewinnausschüttung der KoWo teilte sich gestern einmal wieder die Meinung von Rot-Rot. Mit knapper Mehrheit wurde der Jahresabschluss 2015 der Kommunalen Wohnungsgesellschaft mbH (KoWo) abgelehnt. Dieser Beschluss kam für alle Stadträte, aber insbesondere auch für die Stadtverwaltung sehr überraschend und sorgte, der Wahrnehmung nach, beim Bündnis aus SPD, Linken und Grünen für große Verärgerung untereinander. Der Abstimmung ging zunächst eine andauernde Debatte voran, ob die KoWo Teile ihrer Gewinne an die Stadt als Gesellschafter ausschütten müsse. Die CDU-Fraktion kritisiert dieses Vorgehen als unlauteres Mittel, den eigenen Haushalt aufzubessern auf Kosten des Gemeinwohlauftrags der KoWo. Diese Problematik zeichnete Stadträtin Marion Walsmann zum wiederholten Male in ihrem Redebeitrag. Die KoWo ist zwar aus ihrem Tief seit einige Jahren heraus und damit auf einem stabilen Level. Dennoch besteht die Notwendigkeit von Neubau von Wohnungen, so wie es Stadträte aller Fraktionen fordern, aber auch von Werterhaltung durch Sanierung von Beständen. Dafür benötigt die KoWo ausreichende Rücklagen, die aber beschnitten werden, wenn sie Gewinne an die Stadt abführen muss. Besonders der teure soziale Wohnungsbau, der in Erfurt dringend benötigt wird, wird damit perspektivisch infrage gestellt. Die Frage nach der Gewinnabführung beschäftige nun offenbar nicht nur die Opposition, sondern auch einzelne Stadträte von Rot-Rot-Grün. Bevor es zur Abstimmung kam, beantragte der Fraktionsvorsitzende der SPD eine kurze Auszeit, die jedoch dazu führte, dass in den Reihen der SPD und ihrer Partner nicht die Unklarheiten, sondern augenscheinlich noch mehr Klarheiten beseitigt wurden. Die anschließende Abstimmung ergab überraschend ein Ergebnis von 17 Ja-Stimmen, 19 Nein-Stimmen und 2 Enthaltungen. Diese Ablehnung war Ergebnis des linken Frusts über den Umgang mit ihrem Antrag. Offensichtlich zur “Strafe” verweigerten einige Linke der Feststellung des Jahresabschlusses 2015 der KOWO die Zustimmung. Weder der Oberbürgermeister noch der Fraktionsvorsitzende der SPD waren auf diese Situation eingestellt. Der eine war bei der Beratung gar nicht da und der andere begann erst seine Schäfchen zu zählen und zusammen zu stauchen, als es vorbei war. Es gilt jetzt und auch in Zukunft, dass die CDU nicht der Rettungsanker einer uneinigen Koalition ist. Um eure Mehrheit müssen die Kollegen sich selbst kümmern. Im Nachgang an diesen (Nicht-)Beschluss kommen nun zahlreiche Fragen auf. Die Verweigerung des Beschlusses zu einem Jahresabschluss einer kommunalen Gesellschaft ist so noch nicht vorgekommen. Faktisch wurde die KoWo für das Geschäftsjahr 2015 nicht entlastet. Man vertraute wohl darauf, dass es sich dabei um einen formellen Vorgang handle, der routinemäßig vom Stadtrat bestätigt werden würde und prüft erst jetzt die Konsequenzen. Die Stadtratsgeschäftsordnung sieht vor, dass abgelehnte Vorlagen erst frühestens ein Jahr später vom selben Antragsteller eingebracht werden können (Geschäftsordnung für den Stadtrat der Landeshauptstadt Erfurt und seine Ausschüsse vom 18.06.2014 § 7(2)). Dann stünde die KoWo als städtische Gesellschaft aber ohne Geschäftsabschluss da. Wie sich das rechtlich darstellt und welche Auswirkungen dies auf das laufende Geschäftsjahr der KoWo hat, kann man derzeit nur schwer beurteilen. Eine Ausschüttung von Gewinnen kann jedoch nur nach einer Bestätigung des Jahresabschlusses getätigt werden. Die Geschäftsordnung des Stadtrates enthält eine Klausel: Wenn sich „die entscheidungserheblichen Tatsachen […] verändert haben“, dann bestehe die Möglichkeit, den Antrag ggf. in der nächsten Stadtratssitzung erneut einzubringen. Sollte dies tatsächlich der Fall sein, so plädiert die CDU-Fraktion weiter für den Verzicht auf die Ausschüttung der KoWo an die Stadt, damit die KoWo ihren gemeinwohlorientierten Auftrag erfüllen kann.

Krönung einer Wahnsinns-Saison für das SWE Volley-Team

Aufstiegsjubel
Aufstiegsjubel
Inzwischen sind es nur hunderte Fotos, die in den sozialen Netzwerken gepostet wurden, Texte in den Tageszeitungen und sogar das MDR Thüringen Journal, welche vom Samstagabend berichteten. Das Wochenende war bei mir sportlich geprägt (wie fast jedes Wochenende). Freitag die obligatorische Squash-Runde und Sonntag die Saisoneröffnung mit dem Football Vorbereitungsspiel der Erfurt Indigos gegen die Radebeul Suburbians (16:13 gewonnen). Höhepunkt des sportlichen Wochenendes war aber zweifellos der Samstag. Vor allem war er der Höhepunkt einer Wahnsinns-Saison für unser SWE Volley-Team. Bereits am Vormittag war in der Riethsporthalle zu sehen, dass Großes auf dem Programm stand. Eine Musikanlage, die für ein Stadion gereicht hätte, Lichttechnik, Nebelanlage, Einlauftunnel für die Spielerinnen, Klatschpappen auf über 1.000 Plätzen und ein 2m Volleyball. Mit dem Motorrad war ich auf Tour um die Spannung vor dem Abend etwas runter zu fahren. Zudem hat unsere 2. Mannschaft ihr letztes Heimspiel der Saison in der Halle am Sportgymnasium gespielt (gegen Zschopau mit 0:3 verloren). 19.30 Uhr (sonst spielten wir diese Saison immer 18 Uhr) war eine irre Stimmung in der Halle – 1.150 Zuschauer (Saison- und Vereinsrekord!) erlebten wie unsere Spielerinnen im Gegenlicht und Nebel einliefen. Gegen die Damen vom VV Grimma war eine Rechnung offen – vor vier Jahren verloren wir im direkten Duell am letzten Tag an sie die Meisterschaft mit dem damaligen Zuschauerrekord von 860. Dieses Jahr lag Grimma im Mittelfeld der Tabelle und das Meisterschaftsduell lief via Internet mit Offenburg. Nach dem 1. Satz wären wir in der Blitztabelle Meister gewesen – wir hatten den 1. Satz klar gewonnen, Offenburg in Neuwied klar verloren. Der zweite Satz ging an Grimma, der dritte Satz wieder an uns. In Neuwied holte Offenburg zwei Sätze. Im vierten Satz kam noch einmal Hoffnung auf. Neuwied führte gegen Offenburg bereits 24:21, aber am Ende gewann Offenburg mit 24:26. Damit war die Meisterfrage geklärt. Dennoch sollte es in Erfurt ein 3-Punkte-Sieg werden. Mit 27:25 gewannen unsere Mädels vor einem begeisterten Publikum. Mit Oberbürgermeister Andreas Bausewein, SWE-Geschäftsführer Peter Zaiß und dem TVV-Präsidenten Christian Stückrad habe ich bei der Siegerehrung unsere Mädels und die MVP der Liga Alison Skayhan geehrt. Der Rest des Abends war Party, Sektduschen, Trikotversteigerung und Stimmungsmusik vom Muschikantenstadel. Der Aufstieg in die 1. Liga krönt eine tolle Saison. Danke allen Freunden von unserem SWE Volley-Team. Bilder vom Spiel Bericht im MDR

SWE Volley-Team goes 1. Liga

...ein neues Vereinskapitel
…ein neues Vereinskapitel
Unser Lizenzantrag ist auf dem Postweg nach Berlin – am Dienstagabend haben wir in der Gesellschafterversammlung die Entscheidung getroffen, in der kommenden Saison die Herausforderung 1. Volleyballbundesliga anzunehmen. Sechs Jahre hat es gedauert, bis wir nun wieder einen Lizenzantrag für die 1. Volleyballbundesliga für unser SWE Volley-Team einreichen. Die „Mission 2016“ haben wir nicht so offensiv beworben, wie es andere Sportvereine tun, aber trotzdem systematisch die Rahmenbedingungen dafür geschaffen. Zum dritten Mal in unserer Vereinsgeschichte soll es in der Saison 2016/2017 in die erste Liga gehen. Nach der Saison 2003/2004 und 2010/2011, in denen das Gastspiel jeweils nur ein Jahr ging, wollen wir dieses Mal länger als nur für eine Saison oben mitmischen. Bei einem Pressetermin habe ich heute gemeinsam mit unserem Cheftrainer und Geschäftsführer der Spielbetriebs GmbH Heiko Herzberg bei unserem Hauptsponsor den Stadtwerken über den Planungsstand für die Saison 2016/2017 informiert. Vor einem Jahr hatten wir bereits eine Spielbetriebs GmbH gegründet und Ende 2015 am sogenannten Vorlizenzierungsverfahren der VBL teilgenommen. Mit der Erarbeitung und erfolgreichen Präsentation von unserem Sponsoringkonzept beim Businessabend vor zwei Wochen haben wir ein solides wirtschaftliches Fundament gelegt. Hinzu kam eine sportlich erfolgreiche Saison, in der wir vor Saisonstart um die Medaillenränge mitspielen wollten. Im Laufe der Saison haben wir erfreut registriert, dass mehr in der Mannschaft steckt. Am kommenden Samstag findet nun das letzte Spiel der Saison 2015/2016 in der 2. Volleyball Bundesliga statt. Der Gewinn der Vizemeisterschaft für unser SWE Volley-Team ist bereits jetzt sicher – ob sogar noch mehr geht wird sich am letzten Spieltag entscheiden. Neben unserem Heimspiel gegen Grimma muss der derzeitige Spitzenreiter VC Offenburg beim Tabellendritten Neuwied antreten. Für ausreichend Spannung ist somit gesorgt. Wir wollen in jedem Fall gemeinsam mit der Mannschaft, den Fans und unseren Sponsoren einen erfolgreichen Saisonabschluss feiern. Und wir wollen auch den Aufstieg in die 1. Bundesliga feiern. Wir haben starke Partner an unserer Seite – Sponsoren, die uns tragen, einen gut zusammen arbeitenden Vereinsvorstand und eine engagierte Geschäftsstelle. Vor allem haben wir aber auch den Rückenhalt vieler volleyball-begeisterter Fans. Den Vereinszuschauerrekord von 1.020 Zuschauern im Spitzenspiel gegen Offenburg wollen wir am Samstag überbieten. Ich bin dankbar dafür in unseren Verein seit nunmehr 13 Jahren als Vereinspräsident Verantwortung tragen zu dürfen. Unser Verein hat eine lange Traditionslinie. Mitte der 80ziger Jahre entstand die damalige BSG Braugold aus Teilen des ASV Erfurt. Schon damals war ich bei vielen Auswärtsspielen, und den Heimspielen sowieso, dabei. 1990 wurde der Verein TuS Braugold e.V. gegründet. Über die Stationen DDR-Liga und Regionalliga sind wir 1993 in die 2. Bundesliga aufgestiegen und spielen seitdem (mit Ausnahme der Saison 1995/1996) durchgängig in der 2. Bundesliga (mit den zwei Ausflügen in die 1. Liga). Seit dem Wechsel des Hauptsponsors und des Vereinsnamen im Jahr 2004 starten wir als SWE Volley-Team. Wir freuen uns auf das nächste Kapitel in der Vereinsgeschichte!  

Arbeitsbeschaffungsmaßnahme Stadtrat

Da hat Jemand im Rathaus zu wenig, oder ein Anderer zu viel Zeit!
Da hat Jemand im Rathaus zu wenig, oder ein Anderer zu viel Zeit!
Eigentlich ist in Erfurt nicht viel los – wenn man sich die Tagesordnung der nächsten Stadtratssitzung anschaut, könnte man diesen Schluss ziehen. In Ermangelung der Beratungsthemen, die für unsere Stadt wirklich wichtig wären (z.B. Haushalt 2016), beschäftigt sich der Stadtrat vor allem mit sich selbst. Auf der recht übersichtlichen Tagesordnung für die Stadtratssitzung am 6. April finden sich gleich sechs sogenannte Beanstandungen. Mit Verweis auf diverse Paragraphen der Thüringer Kommunalordnung (ThürKO) beanstandet der Oberbürgermeister, dass sich der Stadtrat mit Dingen beschäftigen würde, die ihn nichts angehen würden. Insbesondere der §29 (2) der ThürKO hat es dem Oberbürgermeister und seinen Verwaltungsjuristen angetan. Dort steht zu lesen „Der (Ober)Bürgermeister erledigt in eigener Zuständigkeit 1. die laufenden Angelegenheiten des eigenen Wirkungskreises der Gemeinde, die für die Gemeinde keine grundsätzliche Bedeutung haben und keine erheblichen Verpflichtungen erwarten lassen, und 2. die Angelegenheiten des übertragenen Wirkungskreises der Gemeinde (§3).“ In den §§2 und 3 der ThürKO ist geregelt, was der eigene und was der übertragene Wirkungskreis ist. Vor einigen Tagen begründete der Oberbürgermeister nach Presseberichten die zunehmenden Beanstandungen mit der Überlastung der Verwaltungsmitarbeiter, die durch Fragen aus dem übertragenen Wirkungskreis von ihrer eigentlichen Arbeit abgehalten würden. „Wir müssen uns mit Themen beschäftigen, für die wir keine Zeit haben“ soll der Oberbürgermeister gesagt haben. Ich kann nicht einschätzen, wie hoch das Arbeitspensum seiner Verwaltungsmitarbeiter ist. Ich kann aber einschätzen, ob er als Oberbürgermeister seine Aufgaben erledig und genau dies tut er nicht! Sowohl bei den laufenden Angelegenheiten im eigenen Wirkungskreis der Kommune als auch bei den Aufgaben des übertragenen Wirkungskreises versagt er. Die Flüchtlingsunterbringung (eines der beanstandeten Themen) ist keinesfalls zufriedenstellend – jedenfalls nicht für die Betroffenen. Und im eigenen Wirkungskreis liegt vor allem der Erlass der Haushaltssatzung (§57 ThürKO), wo seit Monaten lediglich Ankündigungsrhetorik und vorläufige Haushaltsführung zu verzeichnen ist. Mir liegt es fern zu beurteilen, für was der Oberbürgermeister seine wertvolle Zeit verwendet – für eine konstruktive Zusammenarbeit mit dem Stadtrat leider nicht. Anfragen, sowohl von Stadträten, als auch von Bürgern, werden in Stadtratssitzungen zunehmend lustlos beantwortet. Manchmal hat man den Eindruck, der OB liest die Frage und Antwort zum ersten Mal erst in der Stadtratssitzung (obwohl die Drucksachen von ihm unterzeichnet sind). Auf Nachfragen sind weder der Oberbürgermeister noch seine Beigeordneten vorbereitet und künden meist eine schriftliche Nachlieferung an. Auch deshalb landen viele Themen überhaupt nur im Fachausschuss. Der jetzige Versuch der Verwaltung das Frage- und Antragsrecht zu beschneiden, wird zu ganz erheblichen Auseinandersetzungen führen und den Verwaltungsaufwand eher vergrößern, als verkleinern. Vielleicht ist aber genau dies auch beabsichtigt – es ist doch aus Sicht des OB die einfache Lösung über Verwaltungsthemen zu diskutieren, als über die wirklichen Versäumnisse in unserer Stadt. Die CDU wird ihn nachdrücklich an seine Aufgaben erinnern – im übertragenen und im eigenen Wirkungskreis!

Frag lieber nicht, wenn du die Antwort nicht ertragen kannst…

Fragen kostet ja nichts....
Fragen kostet ja nichts….
Mündliche Anfrage dienen im Thüringer Landtag hin und wieder dazu, Klärung zu unterschiedlichen Auffassungen herbei zu führen. In der Regel nutzen die Abgeordneten die Antworten auf ihre Anfragen gerne zur Öffentlichkeitsarbeit – wenn sie sich in ihrer Meinung bestätigt fühlen. Bei den zwei Anfragen von Frank Warnecke und Karola Stange zum Sozialticket, werden wohl beide darauf verzichten, deshalb helfe ich ihnen gerne 😉 Im Vorfeld der gestrigen Landtagssitzung hatte Frau Stange noch vollmundig angekündigt, sie wolle „kommunale Parlamente stärken und das Sozialticket retten“. Sie bedauerte, dass sich die Stadtverwaltung nicht gegen das Landesverwaltungsamt behaupten könne. Deshalb werbe sie dafür, das Landesverwaltungsamt „auf ein zeitgemäßes Maß“ zu Recht zu stutzen. Mit der Beantwortung ihrer Anfrage dürfte sie nun sehr unzufrieden sein. Pikanterweise hat beiden Fragestellern der ehemalige Erfurter Beigeordnete und jetzige Staatsekretär Udo Götze geantwortet und dabei die Auffassung des Landesverwaltungsamtes ausdrücklich bekräftigt. Leider gibt es den Text noch nicht in verschriftlichter Form sondern nur als Videodokument (ab Minute 8.10) – ich habe es mit Interesse verfolgt. Ich bin sehr erstaunt, dass der Kollege Warnecke und die Kollegin Stange, die nun beide über erhebliche kommunal- und landespolitische Erfahrung verfügen, immer noch eher wie trotzige Kinder reagieren und das Sozialticket fortführen wollen – koste es was es wolle. Schuld an der gegenwärtigen Situation ist definitiv nicht das Landesverwaltungsamt. Schuld ist eine jahrelang verfehlte Haushalts- und Finanzpolitik, die Herr Warnecke als Fraktionsvorsitzender der SPD und Frau Stange als langjährige Kommunalpolitikerin der Linken gemeinsam mit ihrer rot-rot-grünen Stadtratsmehrheit und dem Oberbürgermeister zu verantworten haben. Der Versuch, dem Landesverwaltungsamt die Schuld zu zu weisen ist unredlich. Nicht das “böse Landesverwaltungsamt” verbietet uns kommunale Spielräume zu nutzen, sondern diese Spielräume sind angesichts von fehlenden Millionen im Haushalt gar nicht da. Das Gegenteil ist der Fall, das Landesverwaltungsamt schützt uns vor Tagträumereien und Stadtratsbeschlüssen, die Geld ausgeben was gar nicht da ist. StS. Udo Götze erklärt bei der Beantwortung, wie die kommunalrechtliche Situation diesbezüglich ist. Maßgeblich sei für die Weiterführung gemäß §61 „…ob die Leistung für die Weiterführung einer notwenigen Aufgabe unaufschiebbar ist“. In jedem Fall sei die Verwaltung für die Beurteilung dessen zuständig und nicht der Stadtrat. Er erläuterte auch wie das Problem zu heilen sei – einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen und dann beschließen. Vorlegen muss ihn der Oberbürgermeister – wenn er kann. Danach kann umgeschichtet oder beschlossen werden – wenn überhaupt genug Fleisch am Knochen ist! Ich hoffe, dass im Erfurter Stadtrat Realität Einzug hält und nicht Tagträumereien. Wer heute immer noch den Bürgern Leistungen verspricht, die nicht realisierbar sind ist weit entfernt von verantwortungsvoller Politik. Mündliche Anfrage MdL Stange Mündliche Anfrage MdL Warnecke Link zum Videomitschnitt Pressemitteilung von Frau Stange      

Frühlingsausgabe Infobrief

Infobrief März 2016
Infobrief März 2016
Pünktlich zum Frühlingsbeginn und kurz vor Ostern erscheint unser aktueller Infobrief der CDU-Stadtratsfraktion. Beim Blick auf die Themen fällt auf, dass es inzwischen einige Dauerbrenner gibt, die die Stadtverwaltung und der Oberbürgermeister nicht abgeräumt bekommen. Dass es irgendwann vor der Sommerpause noch einen ausgeglichenen Haushaltsentwurf geben wird, glauben wahrscheinlich nicht einmal mehr die links-link-grünen Tagträumer. In den letzten Wochen ist die vollmundige Ankündigungsrhetorik des Oberbürgermeisters einer neuen Strategie gewichen. Jetzt erklärt er regelmäßig ihm würde das Geld nur fehlen, weil die Sozial- und Flüchtlingsausgaben zu hoch seien und der böse Bund ihm nicht genug Geld gibt. Das ist natürlich ebenso falsch, wie fahrlässig. Fahrlässig ist es vor allem, weil es Wasser auf die Mühlen der AFD ist, die Stimmung gegen Flüchtlinge wegen der ausufernden Kosten macht – Stichwort “für unsere Leute ist ja kein Geld mehr da”. Falsch ist es zudem weil Erfurt sich in vielen dieser Bereiche (Sozial- und Flüchtlingsausgaben) per eigener Entscheidung Kosten produziert hat, die eben nicht erstattet werden. Der ehemalige Globus-Baumarkt und die 62 neu geschaffenen festen kommunalen Personalstellen am Ende des letzten Jahres sind nur zwei der Beispiele und das Sozialticket gehört auch mit auf diese Liste. Auch die Multifunktionsarena darf einmal wieder “mitspielen” in unserem Infobrief und darüber hinaus findet sich ein Rückblick auf unsere Klausurtagung im Schnee von Oberhof in der letzten Woche. Viel Spaß beim Lesen!